US-Ölvorrat inmitten eines schwachen USD – Ein kurzer grundlegender Ausblick

Während der frühen asiatischen Handelssitzung am Mittwoch hat die WTI Die Rohölpreise nahmen zunächst bescheidene Gebote über dem Niveau von Mitte 41 ab, hauptsächlich nachdem die US Energy Information Administration (EIA) einen massiven Rückgang der Rohölbestände gemeldet hatte. Später konnte die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit dem neuen COVID-19-Hilfspaket weitere Gewinne bei den Rohölpreisen begrenzen. Abgesehen davon führte die zweite Welle von Coronavirus-Fällen zu einer weltweit geringen Ölnachfrage, die die Ölpreise belastete und die Anleger aufforderte, keine starken Positionen zu platzieren. Die Schwäche des breit abgestützten US-Dollars, ausgelöst durch die rückläufige Tendenz der US-Notenbank (Fed) in ihrer letzten geldpolitischen Sitzung, wurde zum Schlüsselfaktor, der die Ölpreise weiter nach unten drückte und sie etwas unterstützte . Zum Zeitpunkt der Drucklegung notiert WTI Crude Oil bei 41,16 USD und konsolidiert im Bereich zwischen 41,15 und 41,39 USD.

 

Trotz des massiven Rückgangs der Rohölbestände konnten die Anleger an diesem Tag keine aussagekräftigen Gebote für Rohöl abgeben, möglicherweise aufgrund des Wiederauftretens von Coronavirus-Fällen. Der anhaltende Krieg zwischen den USA und China wirkte sich ebenfalls negativ auf die Ölpreise aus und begrenzte zusätzliche Gewinne. Es ist anzumerken, dass der Anstieg der Coronavirus-Infektionen rund um den Globus die Befürchtung einer negativen Erholung des Kraftstoffbedarfs aufkommen ließ. 

 

Nach den neuesten Daten übersteigt die Zahl der weltweit gemeldeten Fälle fast 17 Millionen, während allein nach Angaben der Johns Hopkins University 4,4 Millionen bestätigte Fälle und mehr als 150.000 Todesfälle allein aus den USA gemeldet wurden. In der Zwischenzeit haben China, Südkorea und Japan seit Anfang der Woche ebenfalls einen starken Anstieg bestätigter Fälle gemeldet. Japanische Medien berichteten, dass am Donnerstag in Tokio 365 Neuinfektionen registriert wurden. Die Zahl der Virusfälle in den USA nimmt kontinuierlich zu. Täglich werden durchschnittlich rund 65.000 neue Fälle gemeldet, was letztendlich die Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten bremste und die Hoffnungen auf eine V-förmige Erholung zerstörte. 

Abgesehen von den Virusproblemen könnte das Versäumnis von Rohöl, die positiven Inventardaten zu bejubeln, auch mit der Eskalation des US-China-Streits verbunden sein. Die vorübergehende Schließung von Konsulatsbüros in Houston und Chengdu hat die bislang schwerwiegendste Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China ausgelöst. Infolgedessen könnten die beiden Nationen in den nächsten Monaten auf einen völligen Zusammenbruch der Beziehungen zusteuern, was das derzeit zwischen den beiden Ländern bestehende Handelsabkommen beeinträchtigen könnte. 

 

Darüber hinaus belastete die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf das US-Fiskalpaket, die durch die Differenzen zwischen Mitgliedern des US-Senats ausgelöst wurde, auch die Risikostimmung und trug zu Rohölverlusten bei. Laut Aussage von US-Präsident Donald Trump waren die US-Regierung und die Demokraten in der nächsten Runde der US-Konjunkturmaßnahmen immer noch stark voneinander getrennt, was auch dazu beitrug, die Handelsstimmung zu untergraben.

 

An der USD-Front meldete der breit abgestützte US-Dollar an diesem Tag Verluste, die unter das Zweijahrestief fielen, da die Fed versprach, den Schaden durch das Coronavirus einzudämmen, indem sie die Zinssätze ohne Unterbrechung nahe Null hielt Berichte über Neuinfektionen, die die Wirtschaft behindern. Infolgedessen üben die niedrigen Zinssätze Druck auf den US-Dollar aus, wodurch dieser schwächer wird. Dies hat den Ölpreisen geholfen und das schwarze Gold weltweit viel erschwinglicher gemacht. An anderer Stelle könnten die Verluste im US-Dollar auch mit dem Stillstand der politischen Entscheidungsträger in Phase 4 des Konjunkturpakets zusammenhängen. Die Verluste im US-Dollar trugen jedoch dazu bei, die Ölpreise höher zu halten, da der Ölpreis in umgekehrter Beziehung zum Preis des US-Dollars steht. Der US-Dollar-Index fiel am Mittwoch um 0,52% und lag damit bei 93,275, dem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

 

Die Marktteilnehmer werden den kritischen vorläufigen BIP-Bericht für das zweite Quartal in den USA im Auge behalten, um neue Handelsimpulse für Rohöl zu erhalten. Die Händler werden auch die USD-Preisdynamik und die Schlagzeilen des Coronavirus im Auge behalten, die eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Intraday-Dynamik spielen könnten. Viel Glück! 

 

Mike Owergreen Administrator
Sorry! The Author has not filled his profile.
follow me
Like this post? Please share to your friends:
map